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Hinweise
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Einige
Anhaltspunkte für Eltern und Lehrer auf eine möglicherweise
vorliegende Rechenschwäche lassen sich aus
Beobachtungen verschiedener Bereiche des Lebens und des
Umfeldes entnehmen:
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Hausaufgaben
Hausaufgaben
Ihr Kind zögert die Erledigung der Aufgaben im Rechnen
so lange wie möglich hinaus.
Es wendet mehr Zeit für die Rechenaufgaben auf als
für andere Aufgaben.
Es sucht seine Lösungswege immer zuerst in bereits gelösten
Aufgaben.
Es arbeitet schematisch orientiert und kann seine Lösungswege
nicht erklären.
Es achtet darauf, dass sich eine Bezugsperson in der Nähe
befindet.
Es scheint oft unkonzentriert aus dem Fenster oder in
die Gegend zu starren.
Aufgabenstellungen die scheinbar verstanden waren, sind
bereits nach kurzer Zeit wieder vergessen.
Nicht selten sind
nervenaufreibende Situationen mit Schreien und Heulen
bei Mutter und Kind das klägliche Ende der Anfertigung
von Mathematik-Hausaufgaben!
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Mathematische
Anforderungen
Mathematische
Anforderungen
Das Abzählen von Gegenständen gelingt nicht immer
fehlerfrei.
Bei Spielen wie "Mensch ärgere Dich nicht"
werden die Spielfiguren nicht korrekt weiterbewegt.
Würfelbilder werden einzeln gezählt.
Ungeordnete Mengen (bis zu vier Elemente) werden nicht
simultan erfasst.
Mit Hilfe von Anschauungsmaterial können zwei Mengen
miteinander verglichen werden. Die Kriterien „mehr“
und „weniger“ sind bekannt, der Unterschied kann
jedoch nicht angegeben werden.
Der ordinale Zahlaspekt wird nicht vom kardinalen
unterschieden. Z.B. wird der dritte Stift gleichgesetzt
mit der Menge von drei Stiften.
Diktierte Zahlen werden nicht korrekt geschrieben oder
gelesen; häufig werden Einer und Zehner vertauscht.
Additionsaufgaben werden nur durch Vorwärtszählen und
Subtraktionsaufgaben nur durch Rückwärtszählen gelöst.
Meist gelingt dies nur unter Zuhilfenahme der Finger.
Subtraktionsaufgaben werden nach Möglichkeit vermieden.
Verschiedene Rechenarten werden beim Lösen von Aufgaben
"ausprobiert".
Beim Lösen einer Aufgabenstellung werden
unterschiedliche Rechenverfahren vermischt.
Bei Rechenaufgaben wie 3 + 4, 13 + 4, 23 + 4 werden
keine Analogien gebildet; jede Aufgabe wird neu überdacht.
Die Wertigkeiten einzelner Stellen werden nicht
beachtet. Bei der Addition oder Subtraktion werden
wahllos Einer, Zehnern oder Hunderter vermischt.
Bei Aufgaben mit Platzhaltern (sog. Lückenaufgaben)
wird die Leserichtung gewechselt und von rechts nach
links gelesen, z.B.: 3 = ? - 5. Lösungsvorschlag Ihres
Kindes: 3 = 2 - 5.
Zur Lösung von Sachaufgaben werden alle Zahlen
irgendwie in die Rechnung mit einbezogen. Jedoch die
tatsächlich erforderliche Rechenart kann nicht
bestimmt werden.
Trotz vielfältiger Erscheinungsform ist allen
Betroffenen gemeinsam:
Grundlegende Einsichten in Mengen- und Zahlbeziehungen
sind nicht oder nur mangelhaft gewonnen.
Die Betroffenen geraten in einen Teufelskreis, aus dem
sie sich weder im schulischen Kontext noch eigenständig
befreien können.
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Alltagsfertigkeiten
Alltagsfertigkeiten
Ihr Kind geht - falls überhaupt - nur mit abgezähltem
Geld Einkaufen (Kiosk, Geschäft).
Es kann keine zeitlichen Verabredungen treffen bzw.
einhalten.
Es gibt sein Taschengeld nicht aus, sondern ist
scheinbar sparsam.
Es hat Probleme, bei Umgang mit gebräuchlichen Maßen,
(schätzen von Zeiträumen, wiegen, messen, zuordnen
etc.ist oft unmöglich).
Ihr Kind vermeidet alles, was nach Zahlen, Rechnen etc.
"aussieht" auszuführen!
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Verhalten
im Unterricht
Verhalten
im Unterricht
Das
Kind orientiert sich an bereits geschriebenen
Aufgaben
Es
versucht beim Tischnachbarn abzuschreiben
Es
gibt sich scheinbar keine Mühe mehr
Es
beteiligt sich kaum oder nicht am Unterricht
Es
scheint zu träumen
Trotz
mehrfacher Erklärung versteht es die Anweisungen
der Lehrer/in
nicht
Es
hat eine "Blockade" bei Tests
Das
Kind sucht verstärkt Anerkennung in anderen
Bereichen
Es
spielt den Klassenclown
Es
stört den Unterricht
Es
ist ängstlich und weinerlich
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Begleitstörungen
Begleitstörungen
Wenn ihr Kind häufiger
-
über
Kopfschmerzen, Bauchweh o. Ä. klagt,
-
schlecht
einschläft, schlecht träumt,
-
nicht
zur Schule möchte,
-
aggressiv,
trotzig oder auch selbstabwertend reagiert,
sollten
Sie es mit erhöhter Aufmerksamkeit beobachten.
Sind diese Anzeichen besonders im Zusammenhang mit
mathematischen Anforderungen und nur in der Schulzeit,
jedoch nicht in Ferienzeiten zu beobachten, dann ist
höchste Eile geboten, dem Kind die notwendige Hilfe
anzubieten!
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